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Herrenberg, 31. März 2020. In einer Einrichtung der Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal haben sich zwei Mitarbeiterinnen und drei Bewohner nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Einrichtung in Gechingen wurde umgehend unter Quarantäne gestellt.

Nachdem am vergangenen Freitagabend zwei Mitarbeiterinnen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, wurden die betroffenen Bewohner isoliert, die erste Symptome gezeigt haben. Daraufhin wurden umgehend alle Personen, mit denen Kontakt bestand, erfasst. Bereits über das Wochenende wurden 24 Mitarbeitende getestet, davon liegen seit Dienstagnachmittag bereits zehn negative Ergebnisse vor. Drei Bewohner, die Symptome zeigten wie Fieber und Husten, wurden Montagabend getestet, hier fiel das Ergebnis am Dienstagnachmittag positiv aus. Bei einem Bewohner hat sich mittlerweile der Gesundheitszustand verschlechtert.

Die Diakonieschwesternschaft folgt bei ihren Maßnahmen strikt den Empfehlungen der Heimaufsicht und des Gesundheitsamtes, sowie des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg und steht in engem Austausch mit den Behörden.

„Seit Wochen verzichten wir darauf unser Personal zwischen unseren Einrichtungen auszutauschen, bieten keine wohngruppenübergreifende Veranstaltungen mehr an und haben im Martin-Stift seit 10. März ein Besuchsverbot ausgesprochen. Wir hatten gehofft die Ausbreitung durch die frühen präventiven Maßnahmen verringern zu können. Die strengen Hygienevorschriften wurden von Anfang an strikt befolgt, dennoch konnten wir es nicht verhindern, dass sich Bewohner und Mitarbeitende mit dem Coronavirus infizierten", sagt Michael Köhler, fachlicher Vorstand der Diakonieschwesternschaft.

„Das Gesundheitsamt hat das Martin-Stift Dienstagabend unter Quarantäne gestellt und uns unterstützt, dass alle Mitarbeitende und Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung getestet werden. Die aktuelle Quarantäneanordnung bedeutet für sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtung, dass sie das Haus nicht mehr verlassen dürfen. Für alle Mitarbeitenden des Martin-Stifts gilt eine erweiterte Quarantäneanordnung. Diese dürfen ihre Wohnung ausschließlich zu dem Zweck verlassen, ihrer Tätigkeit in der Einrichtung nachzugehen. Das heißt, sie dürfen nur alleine und auf direktem Weg im Auto zur Arbeit kommen. Schutzkleidung während der Tätigkeit zu tragen ist ohnehin Pflicht. Wir haben bereits im Vorfeld die erforderliche Schutzausrüstung vorgehalten, so dass wir jetzt auch schnell reagieren können", so Köhler weiter.

Die Quarantäne wird bis auf weiteres angeordnet.

„Unser Dank gilt an dieser Stelle all unseren Mitarbeitenden und im Besonderen den Mitarbeitenden im Martin-Stift. Sie leisten derzeit wirklich Enormes, es ist nicht selbstverständlich, dass sie sich in dieser aktuellen Situation mit so viel Ruhe und Engagement für ihre Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen, unser aller Respekt hierfür. Um unsere Mitarbeitenden auch psychologisch unterstützen zu können, bieten wir ihnen Telefonseelsorge an, ein offenes Ohr für die Ängste und Sorgen ist in solchen Situationen enorm wichtig", sagt Heidrun Kopp, Oberin und theologischer Vorstand der Diakonieschwesternschaft.


Herrenberg, 16. März 2020. Die Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal hat sich bereits letzte Woche dazu entschlossen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner und der Mitarbeitenden die Besuche in den Einrichtungen einzuschränken und öffentliche Veranstaltungen abzusagen. Es handelt sich dabei lediglich um eine Präventivmaßnahme. Unser Dank gilt all den engagierten Mitarbeitenden.

„Zunächst möchten wir die Gelegenheit dazu nutzen und all unseren Mitarbeitenden danken, die derzeit wirklich Enormes leisten, das verdient unser aller Respekt. Die aktuelle Situation ist für jeden Betroffenen eine Herausforderung, die Kraft kostet“, sagt Heidrun Kopp, Oberin und theologischer Vorstand der Diakonieschwesternschaft.

„Wir hatten uns vergangene Woche dazu entschlossen in unseren Einrichtungen die Besuche stark einzuschränken und öffentliche Veranstaltungen abzusagen. Aufgrund der dynamischen Entwicklung war dies im Rückblick die einzig richtige und vernünftige Entscheidung. Der Schutz unserer Heimbewohnerinnen und Heimbewohner und all unserer Mitarbeitenden vor einer Infektion mit dem Coronavirus hat höchste Priorität“, erklärt Michael Köhler, fachlicher Vorstand der Diakonieschwesternschaft.

Weiterhin gewähren wir nur unseren Mitarbeitenden und den in er Therapie tätigen Personen den Zugang zu unseren Einrichtungen. Ausnahmen können nur nach Absprache mit den Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen und nur in begründeten und nicht aufschiebbaren Ausnahmensituationen gewährt werden, diese sind unbedingt vorab telefonisch abzustimmen.

„Es handelt sich dabei ausdrücklich um eine Präventivmaßnahme“, stellt Köhler klar. „Die Bundes- und Landesregierung hat dazu aufgefordert, dass unsere Gesellschaft vor allem Rücksicht auf die Risikogruppen nehmen sollte, und genau das wollen wir mit diesen Maßnahmen erreichen. Wir wissen, dass diese Vorsichtsmaßnahme für jeden Einzelnen eine Herausforderung darstellt und danken allen Beteiligten für ihre Unterstützung und Mithilfe. Aktuell haben wir noch keinen infizierten Bewohner oder Mitarbeitenden, das sollte so lange wie nur möglich auch so bleiben“, so Köhler weiter.

Wir bitten die Presseverantwortlichen von jeglichen Anrufen oder Anfragen in den Einrichtungen und auf den Wohnbereichen abzusehen. Die volle Aufmerksamkeit sollte jetzt auf der Versorgung unserer Bewohner liegen. Sollten Sie Informationen, O-Töne des Vorstands oder ein Interview benötigen, können Sie sich sehr gerne an unseren Pressekontakt wenden. Auch die Presse hat in Zeiten wie diesen eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, wir versuchen Sie so gut es geht dabei zu unterstützen.

 


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