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„Proviant von einer unbewohnten Insel“

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Herrenberg, 25. September 2020. Die Evangelische Diakonieschwesternschaft lädt am Sonntag, den 18. Oktober 2020, zu einer Dichterlesung mit der Tübinger Autorin Eva Christina Zeller in die Mutterhauskirche Herrenberg ein.

„Proviant von einer unbewohnten Insel“ heißt der neueste Gedichtband, der im Frühjahr beim Verlag Klöpfer.Narr erschienen ist. Eva Christina Zeller versammelt dort Gedichte, die größtenteils während eines mehrwöchigen Aufenthalts auf einem schwimmenden Stück Land in den Schären vor Schweden und Finnland entstanden sind. Die Dichterin erlebte dort staunend, wie stark in der Einsamkeit jede Erfahrung wirkte: „Jede Begegnung, mit der Möwe, mit der Ringelnatter, bekommt eine Bedeutsamkeit. Das Wenige, das man hat, wird etwas ganz Besonderes.“

Der Gedichtvortrag wird umrahmt von Klavierimprovisationen des Pianisten Albrecht Boeckh.

Die Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur im Mutterhaus“ findet in der Mutterhauskirche, Hildrizhauser Straße 29, 71083 Herrenberg statt und beginnt um 19 Uhr.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln ist die Teilnehmerzahl auf 60 begrenzt. Wir empfehlen, einen selbst mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Das Foto steht hier zum Download bereit.


 

Rodung und Abbrucharbeiten beginnen im November

Herrenberg, 02. Oktober 2020. Schon seit Jahren plant die Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal das neue Wiedenhöfer-Stift-Areal. Anfang November ist es endlich soweit und die ersten Rodungen und Abrissarbeiten beginnen.

„Seit vielen Monaten planen wir wie in Zukunft das Wiedenhöfer-Stift-Areal aussehen wird, jetzt können wir endlich zur Tat schreiten und mit den ersten Arbeiten beginnen", freut sich Kathrin Ehret, Kaufmännischer Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal.

In den nächsten Monaten und Jahren entsteht dort in verschiedenen Bauabschnitten ein neues Pflegeheim für 90 Bewohnerinnen und Bewohner, verteilt auf drei Stockwerken. Zudem wird es ein so genanntes Punkthaus mit barrierefreien Wohnungen und einer Arztpraxis geben. „Bis das komplette Projekt abgeschlossen ist, wird es noch eine Weile dauern. Wir hoffen aber, dass wir trotz der aktuellen Lage unseren Zeitplan einhalten können", erklärt Ehret. Dieser sieht aktuell vor, dass im November 2020 die Abrissarbeiten auf dem südlichen Gebäudeteil des Wiedenhöfer-Stift-Areals beginnen. Diese werden circa vier bis sechs Wochen dauern, so dass spätestens bis zu den Weihnachtsferien diese Arbeiten komplett abgeschlossen sind. Die Ausschreibungen für den Generalunternehmer laufen bereits und werden Anfang nächsten Jahres feststehen. „Im Frühsommer 2021 planen wir mit der Neubebauung des Areals. Wir hoffen, dass wir dann im Frühjahr 2023 mit allen Arbeiten fertig sind und der Bezug des Pflegeheims beginnen kann", so Ehret.


Herrenberg, 25. September 2020. Die Evangelische Diakonieschwesternschaft lädt am Samstag, den 10. Oktober 2020, zum nächsten Musikalischen Wochenschluss ein.

Es musiziert das Duo „Latinos Clássicos“ mit Mateus Dela Fonte (Gitarre) und Vitor Diniz (Flöte). Die beiden aus Brasilien stammenden Musiker sind Meister ihres Fachs und unterrichten an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HDMK) und an der Stuttgarter Musikschule. In ihrem Programm verbinden sie klassische europäische Musik mit populärer Musik ihres südamerikanischen Heimatlandes. Es erklingen Werke unter Anderen von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Astor Piazzolla und Heitor Villa-Lobos.

Die Liturgie hält Pfarrer Günter Knoll.

Der Musikalische Wochenschluss beginnt um 19:00 Uhr und findet in der Mutterhauskirche, Hildrizhauser Straße 29, 71083 Herrenberg statt.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln ist die Teilnehmerzahl auf 60 begrenzt. Wir empfehlen, einen selbst mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz zu tragen.


Pandemie verpasst Vereinbarkeit Familie & Beruf einen Schub

Anleitung Familienorientierung 2

Herrenberg, 28. September 2020. Kaum zu glauben, aber die Verleihung des Evangelischen Gütesiegels Familienorientierung ist ein Jahr her - die Pandemie hat dem Thema in den letzten Wochen nochmals ganz unverhofft einen enormen Schub verpasst und gerade Mitarbeitenden mit Kindern einiges ermöglicht.

Hintergrund
Die Evangelische Diakonieschwesternschaft wurde im September 2019 von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Diakonie-Vorständin Maria Loheide mit dem Evangelischen Gütesiegel Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Es bescheinigt der Diakonieschwesternschaft ein attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber zu sein für Mitarbeitende mit Kindern sowie für Mitarbeitende, die pflegende Angehörige versorgen. „Für uns ist das eine Motivation konsequent die Vereinbarkeit von beruflicher Arbeit in der Pflegebranche und Arbeit in der Familie weiter zu fördern. Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, dass es hierzu auch spontane und kreative Lösungen geben kann", freut sich Heidrun Kopp, Oberin und Theologischer Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal e.V..

Wozu?
Im Bereich der Pflege sind Mitarbeitende der Pflege 24 Stunden täglich an sieben Tagen der Woche für alte oder kranke Menschen im Dienst. Auch die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft arbeiten an sieben Tagen der Woche. Die große Mehrheit dieser Mitarbeitenden sind Frauen, und noch immer werden die Betreuung von Kindern und die Pflege von Angehörigen weitgehend von Frauen übernommen.

Wie kann es unter diesen Voraussetzungen gelingen Familie und Beruf zu vereinbaren?

Diese Frage hatte die Diakonieschwesternschaft beschäftigt. Sie hatte sich deshalb damals beim Pilotprojekt „Evangelisches Gütesiegel Familienorientierung" beteiligt.

Wer?
In der damaligen Projektgruppe hatten sich ganz unterschiedliche Bereiche beteiligt: Vorstand, Verwaltung, Personalabteilung, Mitarbeitervertretung, Pflege, Hauswirtschaft, Qualitätsmanagement, Controlling, Seelsorge - auch Mitarbeitende mit unterschiedlichen Lebenssituationen: mit und ohne Kindern, mit pflegebedürftigen Angehörigen, mit Haustieren etc.

Wie?
Für die Zertifizierung organisierte die Projektgruppe innerhalb der Diakonieschwesternschaft einen Prozess, bei dem alle Mitarbeitenden einbezogen wurden. Es wurden bewusst nicht nur die Situation von berufstätigen Eltern und pflegenden Angehörigen in den Blick genommen, sondern auch Mitarbeitende mit anderen Lebenssituationen, die aber auch einen Bedarf haben, Berufstätigkeit und Privatleben zu vereinbaren. Viele Maßnahmen waren bereits selbstverständlich im Alltag verankert, so dass sie gar nicht erst Eingang in den Maßnahmenkatalog zur Zertifizierung gefunden haben. Aber auch so basierte die Erst-Zertifizierung für das Gütesiegel auf über 20 umgesetzten Maßnahmen, und damit deutlich mehr als gefordert.

Kinder bei Arbeit Familienorientierung 2

Vereinbarkeit von Familie & Beruf
Für die Zertifizierung im letzten Jahr wurden alle Mitarbeitenden gefragt, welche Maßnahmen, die konkret die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf leichter machen könnten, wünschenswert oder bereits vorhanden sind. Daraus entstand ein ganzer Maßnahmenkatalog, der zusammen mit Vorstand, Betriebsrat und Mitarbeitervertretung abgestimmt wurde und auch in der Zukunft immer weiter entwickelt und ergänzt wird. Gerade in den letzten Monaten haben es oft zusätzliche Maßnahmen den Mitarbeitenden ermöglicht auch in Krisenzeiten während der Pandemie Familie & Beruf zu managen. Die aktuellen Maßnahmen während der Pandemie, wie beispielsweise die Homeoffice-Regelungen oder digitale Besprechungen wie Telefon- oder Videokonferenzen, sind im Maßnahmenkatalog noch gar nicht erfasst.

Hier ein kleiner Auszug:

  • Beratung:
    Um die Elternzeit oder die Pflege und Beruf besser vereinbaren zu können, steht die Personalabteilung unterstützend und beratend zur Seite.
  • Wunschdienst:
    Der Wunschdienst / Wunschfrei wird bestmöglich gewährt, so können auch feste Termine im Alltag besser eingeplant werden. Wöchentliche Veranstaltungen, wie das Singen im Chor oder die Teilnahme am Fußballtraining, werden ermöglicht.
  • Familienfreundliche Arbeitszeit:
    Nach Rücksprache mit den Vorgesetzten können familienfreundliche Arbeitszeiten oder Schichten vereinbart werden.
  • Spielekiste in allen Einrichtungen:
    In allen Einrichtungen, selbst in der Mutterhauskirche, stehen für die Kinder Kisten mit Spielsachen zur Verfügung.
  • Wiedereinstieg:
    Für Wiedereinsteiger in den Pflegeberuf wird eine ausreichende Einarbeitungszeit ermöglicht. Zudem sind auch Kurse möglich => Fit für die Rückkehr.
  • Langfristige Terminplanungen:
    Für Fortbildungen und die Diakonische Bildung sind die Termine familiengerecht langfristig geplant. Zudem haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit zwischen Kursen am Vormittag oder Nachmittag zu wählen.
  • Pflege der Angehörigen:
    Die Mitarbeitenden können für ihre Angehörigen stationäre oder ambulante Angebote bevorzugt nutzen: Betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, Vollzeitpflege.
  • Betriebsausflug mit Kindern:
    Schon ganz selbstverständlich gehören die Kinder beim Betriebsausflug mit dazu und können mitgebracht werden. So ist auch für die Kleinen immer viel Spaß garantiert.
  • Kinder am Arbeitsplatz:
    Nach Rücksprache mit dem Vorgesetzten können Kinder in Ausnahmesituationen zu Besprechungen oder zur Arbeit mitgebracht werden, sofern sie sich selbstständig beschäftigen können.
  • Teilzeit:
    Je nach Anforderungsprofil der Stelle ist auch in Führungspositionen das Arbeiten in Teilzeit möglich und wird unterstützt.

und vieles mehr...

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage und in unserem Flyer.


Herrenberg, 07. September 2020. Mit einer Sonntagsmotette startet am 27. September 2020 die Reihe „Kultur im Mutterhaus“ der Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal in die Herbstsaison.

Zwei junge hochbegabte Musiker bestreiten den musikalischen Teil der Sonntagsmotette. Geistliche Werke für Sopran und Orgel stehen auf dem Programm, das die beiden unter das Motto „Auf dem Weg“ gestellt haben. Die Sopranistin Johanna Pommranz (Stuttgart) und der Organist Philipp Neuberger (Schwäbisch Hall) bringen Arien und Lieder aus drei Jahrhunderten zur Aufführung: von Johann Sebastian Bach die Arie „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy „Zwei geistliche Gesänge“, von Antonín Dvořák „Der Herr ist mein Hirte“ und von Josef Gabriel Rheinberger „Das Vaterunser“ und „Nachtgebet“.

Johanna Pommranz schloss im Februar ihr Masterstudium Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HMDK) in Stuttgart mit Auszeichnung ab und bereitet sich auf ihr Konzertexamen vor. Philipp Neuberger, derzeit Kirchenmusiker im Praktikum an St. Michael in Schwäbisch Hall, ist ebenfalls Absolvent der HMDK im Fach Evangelische Kirchenmusik und hat bereits Berufserfahrung gesammelt als kommissarischer Bezirkskantor in Künzelsau.

Die Liturgie gestaltet Pfarrer Günter Knoll.

Die Sonntagsmotette beginnt um 19:00 Uhr und findet in der Mutterhauskirche, Hildrizhauser Straße 29, 71083 Herrenberg statt. Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln ist die Teilnehmerzahl auf 60 begrenzt. Wir empfehlen, einen selbst mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz zu tragen.


Diakonie in unserer Zeit 2020 01

Pünktlich zum Ferienbeginn erscheint unsere aktuelle Ausgabe „Diakonie in unserer Zeit" (Herrenberger Beiträge). Im Mittelpunkt stehen diesmal ältere Menschen in unserer Gesellschaft. Die Corona-Pandemie hat in den letzten Wochen und Monaten unser aller Leben verändert, auch das Leben und Arbeiten in der Diakonieschwesternschaft.

Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Pandemie sind noch wenig abschätzbar. Auch wie sich unser gesellschaftliches Leben verändern wird.

Dr. Christiane Kohler-Weiß geht aus einer theologischen-ethischen Perspektive der Frage nach wie sich das gute Zusammenleben mit älteren Menschen langfristig verändern wird. Professor Dr. Eckart Hammer betrachtet die Corona bedingten gesellschaftlichen Konflikte aus soziologischer Sicht und Bewohnerinnen, Mitarbeiterinnen sowie Angehörige erzählen von ihren Erfahrungen: vom Zusammenhalt in der Krise, vom alltäglichen Leben im Pflegeheim und von ihrem generationenverbindenden Engagement.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

Die Ausgabe 01_2020 steht über unser Archiv „Diakonie in unserer Zeit" (Herrenberger Beiträge) zum Download bereit.


Einrichtung in Kuppingen freut sich über Jubiläumsgeschenk

SST Jubiläum 2

Herrenberg, 28. Juli 2020. Das Stephanus-Stift feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten in Kuppingen haben sich aufgrund der aktuellen Lage angepasst.

Das Stephanus-Stift in Kuppingen hatte bereits im Mai 2020 das fünfjährige Jubiläum. „Auf Feierlichkeiten mussten wir wegen Corona leider verzichten", erklärt Einrichtungsleiter Bruder Daniel Trick. „Aber wir feiern noch in diesem Monat ein kleines internes Sommerfest mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbeitenden. Dann können wir das Jubiläum da auch würdigen", ergänzt Trick noch. „Das Wetter kommt uns da wie gerufen".

Pünktlich zum Jubiläum und aufgrund einer großzügigen Spende konnte im schönen Garten ein Pavillon gebaut und in Betrieb genommen werden. „Als Vorstand freuen wir uns, dass der Pavillon bei den Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie den Angehörigen so gut ankommt. Gerade jetzt bei so herrlichem Sommerwetter, lädt er zum Verweilen ein. Als kleines Geschenk an das Stephanus-Stift gibt es vom Mutterhaus ein paar herrliche Rosen dazu. Wir haben gehört es gibt eine sehr begnadete Gärtnerin unter den Bewohnerinnen. Die Rosen werden sicherlich toll am Pavillon gedeihen", freut sich Michael Köhler, Fachlicher Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal.

Das Stephanus-Stift hat seinen Namen nach der Stephanus-Kirche, dem Kuppinger Wahrzeichen im Herrenberger Teilort. Das Pflegeheim ging im Mai 2015 in Betrieb und war der lang gehegte Wunsch der Kuppinger Bürger. „Wir sind froh und dankbar, dass wir solch ein Angebot für ältere Menschen nun mitten im Ort haben und eine ortsnahe Versorgung speziell für ältere pflegebedürftige Menschen in den Teilorten Oberjesingen, Affstätt und Kuppingen möglich ist und umgesetzt wurde", freut sich Markus Speer, Ortsvorsteher in Kuppingen. „Viele Bürgerinnen und Bürger und auch die Vereine bringen sich in vorbildlicher Weise ehrenamtlich ein und sorgen für ein gutes Miteinander und ein vielfältiges ergänzendes Angebot". Die Einrichtung ist auch baulich ganz auf Vernetzung ausgerichtet: Im Erdgeschoss ist eine Bäckerei samt Cafe´ integriert und auch der Saal als Begegnungsstätte wird zum Beispiel durch die Gottesdienste im Stift, Kurse der Volkshochschule, Sitzungen von Vereinen und Gymnastikangebote des TSV genutzt. Der örtliche Diakonieverein hat ein Beratungszimmer innerhalb der Einrichtung. Aktuell wurde mit der örtlichen evangelischen und katholischen Kirchengemeinde eine digitale Gottesdienstübertragung aus den Kirchen ins Stift umgesetzt.

Das Foto steht zum Download hier bereit.


Mitarbeitende in der Altenhilfe freuen sich über Corona-Sonderzahlung

Herrenberg, 23. Juli 2020. Mit der Gehaltsauszahlung im August können sich die Beschäftigten der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal über die Pflegeprämie freuen. Der Vorstand begrüßt die Entscheidung der Bundes- und Landesregierung, sieht aber Reformbedarf in der Altenhilfe, Krankenpflege und den ambulanten Diensten auch nach der Krise.

„Zunächst einmal sind unsere Mitarbeitenden glücklich über diesen Bonus, sie alle haben in den letzten Wochen und Monaten Außergewöhnliches geleistet, das verdient unseren Respekt. Unsere Mitarbeitenden haben sich trotz des erhöhten Ansteckungsrisikos sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich für pflegebedürftige Menschen eingesetzt. Nicht nur die Einhaltung der hygienischen Schutzmaßnahmen, sondern auch die Linderung von Ängsten und Sorgen der besonders gefährdeten Pflegebedürftigen hat von ihnen in dieser Situation besonders viel Kraft abverlangt", sagt Heidrun Kopp, Oberin und Theologischer Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal.

Die Bundesregierung hat als Anerkennung für ihren Einsatz die einmalige Sonderzahlung von bis zu 1.000 Euro beschlossen. Noch in diesem August wird die sogenannte Corona-Prämie ausbezahlt, komplett steuer- und sozialabgabenbefreit. Erfreulicherweise hat das Land Baden-Württemberg die Prämie auf bis zu maximal 1.500 Euro aufgestockt. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Tätigkeitsfeld und -umfang und wurde für jeden einzelnen Mitarbeitenden individuell berechnet.

„Als Vorstand begrüßen wir die Entscheidung der Bundes- und Landesregierung sehr, die Leistungen unserer Mitarbeitenden auch finanziell anzuerkennen, bedauern es aber ausdrücklich, dass die Mitarbeitenden in der hauswirtschaftlichen Versorgung trotz mehrfacher Nachfragen und sämtlicher Interventionsversuche eine deutlich geringere Prämie erhalten. Auch unsere Schwestern und Brüder in den Krankenhäusern standen in den letzten Wochen und Monaten in den ersten Reihen. Sie gehen jetzt leer aus. Die Regierung hat die Versprechungen gegenüber der Krankenpflege gebrochen und lässt unsere Mitarbeitende in diesem Bereich im Regen stehen. Für eine Mitarbeiterin beispielsweise auf der Corona-Station ist es völlig unverständlich, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird", erklärt Kopp die Situation innerhalb der Diakonieschwesternschaft.

Die letzten Wochen und Monaten haben der Politik und der Gesellschaft gezeigt, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Pflege-Branche ist. „Mit vereinten Kräften setzen wir uns dafür ein, dass diese Anerkennung auch nach der Krise nicht vergessen wird, sondern dass es endlich zu den großen Veränderungen und Verbesserungen in der Altenhilfe, Krankenpflege und den ambulanten Diensten führt", bekräftigt Kopp.

Die Diakonieschwesternschaft unterstützt deshalb die Initiative Pro-Pflegereform, die sich seit 2016 für eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung einsetzt. Seitdem unterstützen über 120 Pflegeunternehmen und 60 Verbände und Organisationen die Initiative. Das Ziel: einen #NeustartPflege, damit gute Pflege wieder bezahlbar wird. Deshalb fordert die Initiative den Sockel-Spitze-Tausch: Die Pflegeversicherung übernimmt die Pflegekosten und berechnet dem Versicherten einen fixen begrenzten Eigenanteil. Nähere Informationen finden Sie unter: www.pro-pflegereform.de.


Schwestern begeistert über Berufung von Markus Speer

Herrenberg, 20. Juli 2020. Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Diakonieschwesternschaft hat am 18.07.2020 Markus Speer, Geschäftsführer der Gäu-Neckar-Immobilien und Ortsvorsteher in Kuppingen, neu in den Verwaltungsrat berufen.

Markus Speer (56 Jahre alt) ist in Herrenberg-Kuppingen aufgewachsen und tief in Herrenberg verwurzelt. Als Bankkaufmann und Betriebswirt war er als Prokurist in der Volksband Herrenberg-Nagold für das Kreditmanagement, das Immobiliengeschäft und für das Personal verantwortlich. Jetzt ist er Geschäftsführer der Gäu-Neckar-Immobilien und der Gäu-Neckar-Hausverwaltung. Er ist Ortsvorsteher in Kuppingen und hat als langjähriger Kommunalpolitiker ein gutes Netzwerk in der Stadt und in der Region aufgebaut. Seine Kontakte zur Evangelischen Diakonieschwesternschaft beginnen als die Gemeindeschwester Marie Emperle ihn als Jungen versorgt hat, und reichen bis zur Planung des Stephanus-Stifts in Kuppingen.

„Meine geistliche Heimat ist in der evangelischen Kirchengemeinde in Kuppingen. Als Verwaltungsrat möchte ich mit meinen Kompetenzen und Kontakten etwas zum guten Zusammenspiel von christlichen Werten und wirtschaftlichem Handeln in der Evangelischen Diakonieschwesternschaft beitragen", sagt Markus Speer.

Aus den Reihen der Schwestern stößt die Berufung auf Begeisterung: „Wir können uns glücklich schätzen mit Herrn Speer einen kompetenten und mit der Schwesternschaft verbundenen Verwaltungsrat gewonnen zu haben", so die Reaktionen.

Zum Verwaltungsrat gehören neben sachkundigen Personen, die der Diakonieschwesternschaft nahestehen, auch bis zu acht Schwestern und Brüder. Auch bei ihnen hat eine Wahl stattgefunden. Wiedergewählt wurden Sr. Ursula Uhlig, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, Sr. Rita Döhrig-Sander, Sr. Christel Plunser und Sr. Sigrid Herz. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Sr. Margret Maile und Sr. Elisabeth Schumann. Aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden sind Sr. Elsbeth Kilian, Sr. Renate Müller, Sr. Angelika Vogt und Br. Markus Zanzinger.

 

Ein Foto von Markus Speer steht zum Download hier bereit.


Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal freut sich über großzügige Spende

EDHK Hospizdienst Spende web

Foto (vlnr): Monika Pudleiner (Mitarbeiterin bgei der Sparad-Bank), Kerstin Reese, (Leiterin des Ökumenischen Hospizdienstes),Claudia Gack (Vorsitzende des Beirates), Heidrun Kopp (Oberin der Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal & Geschäftsführerin des Hospizdienstes)

Herrenberg, 09. Juli 2020. Um den sterbenskranken Menschen im Hospiz auch in Corona-Zeiten ein friedvolles und würdiges Lebensende zu ermöglichen, spendet die Sparda-Bank Baden-Württemberg im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements 3.000 Euro an den Ökumenischen Hospizdienst Herrenberg. Das Geld wird für die Begleitung und Unterstützung der Angehörigen in der Corona-Krise verwendet.

„Die Covid-19-Pandemie beschäftigt uns alle in einem nie gekannten Ausmaß", leitet Kerstin Reese, Leiterin des Ökumenischen Hospizdienstes in Herrenberg, ein und bedankt sich bei der Sparda-Bank Baden-Württemberg für die Spende. „Dass auch in diesen Zeiten die Sparda-Bank zu uns hält und uns hilft, freut uns sehr", so Reese weiter. Auch Heidrun Kopp, Oberin der Diakonieschwesternschaft Herrenberg und Geschäftsführerin des Ökumenischen Hospizdienstes Herrenberg, und Claudia Gack, Vorsitzende des Beirates, waren hocherfreut über die großzügige
finanzielle Spende in diesen Zeiten.

Der Ökumenische Hospizdienst in Herrenberg begleitet Schwerkranke und Sterbende in der letzten Lebensphase. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden bieten Unterstützung für schwerstkranke, sterbende Menschen und für Menschen in Trauer an. Sie beraten zu allen Fragen, die zu den Themen Krankheit und Tod entstehen, organisieren Vorträge und Veranstaltungen und tragen dazu bei, dass die Sterbenden möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.

„Die meisten Sterbenskranken wollen in Würde zu Hause oder im Kreise ihrer Angehörigen sterben. Es ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, Betroffene und Angehörige in dieser Situation zu unterstützen", ergänzt Monika Pudleiner, Mitarbeiterin in der Sparda-Filiale in Böblingen. „Wir alle durchleben gerade eine besondere Zeit, die von uns Durchhaltevermögen, Mut und auch Geduld verlangt. Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung und unseren genossenschaftlichen Grundgedanken an, dort zu unterstützen, wo Not am Mann ist", so Pudleiner.

Die Spende der Sparda-Bank stammt aus dem Budget des Gewinnsparvereins der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Von insgesamt 5,6 Millionen Euro Spendensumme stehen den Sparda-Filialen 300.000 Euro für Spenden an gemeinnützige Einrichtungen zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Gewinnsparverein der größten und mitgliederstärksten baden-württembergischen Genossenschaftsbank. Gefüllt wird der Spendentopf durch die Loskäufe beim Sparda-Gewinnsparen. Ein Gewinnsparlos kostet sechs Euro, vier Euro fünfzig werden davon angespart und ein Euro fünfzig wandern in das Spielkapital. Davon gehen 25 Prozent als Spenden an mildtätige Zwecke, die restlichen 75 Prozent fließen in den Gewinnplan.

 

Das Foto steht zum Download hier bereit.


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