Vinaora Nivo SliderVinaora Nivo SliderVinaora Nivo SliderVinaora Nivo Slider

Zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai ruft die Diakonie Württemberg zur gesellschaftlichen Wertschätzung der Pflege auf. „Es muss im Bewusstsein aller verankert sein, dass Pflegekräfte einen unverzichtbaren Dienst leisten und wir diesen Einsatz gemeinschaftlich finanzieren müssen“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg.

Pflegekräfte in der stationären und in der ambulanten Pflege kümmern sich täglich um Kranke und Menschen, die auch dauerhaft auf Pflege angewiesen sind. „Ohne den enormen Einsatz der Pflegekräfte und den Mitarbeitenden im hauswirtschaftlichen Bereich könnte unser Gesundheitswesen gar nicht funktionieren“, sagt Michael Köhler, Fachlicher Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal.

EDHK Schoko Dank

„Deshalb haben wir dieses Jahr zum Internationalen Tag der Pflege eine Schokoladenaktion gestartet. Alle unsere Mitarbeitenden werden als Alltagsheld*in in der Pflege ausgezeichnet und sollen sich unseren Dank und unsere Wertschätzung auf der Zunge zergehen lassen können“, so Michael Köhler weiter.

Was die Finanzierung der Pflege anbelangt, braucht es den gesellschaftlichen Konsens darüber, dass Aufwendungen für mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Zeit für Menschen in der Kranken- und Altenpflege nicht nur zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen dürfen. „Es kann nicht sein, dass jede Tarifsteigerung und jede leichte Verbesserung der Personalsituation in der Pflege nur die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen stemmen müssen“, sagt Kaufmann.

Um aus diesem Dilemma herauszukommen, fordert die Diakonie, die Pflegeversicherung mittelfristig neu zu justieren. „Das ist eine grundsätzliche politische Frage, die auch nur politisch gelöst werden kann“, sagt Kirchenrätin Eva-Maria-Armbruster, Vorstand Sozialpolitik des Diakonischen Werks Württemberg „Bisher haben wir das System einer zusätzlichen Versicherung mit einer großen Eigenbeteiligung der Betroffenen. Dies führt bei allen Menschen mit hohem Versorgungsbedarf zu einer überproportionalen Belastung. Die Angst, im hohen Alter von der Sozialhilfe abhängig zu werden, wächst. Dieses Problem lösen wir politisch nur durch eine völlige Neugestaltung der Pflegeversicherung“, ist Armbruster überzeugt.

Herrenberg, 9. Mai 2019


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen