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Mitarbeitende in der Altenhilfe freuen sich über Corona-Sonderzahlung

Herrenberg, 23. Juli 2020. Mit der Gehaltsauszahlung im August können sich die Beschäftigten der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal über die Pflegeprämie freuen. Der Vorstand begrüßt die Entscheidung der Bundes- und Landesregierung, sieht aber Reformbedarf in der Altenhilfe, Krankenpflege und den ambulanten Diensten auch nach der Krise.

„Zunächst einmal sind unsere Mitarbeitenden glücklich über diesen Bonus, sie alle haben in den letzten Wochen und Monaten Außergewöhnliches geleistet, das verdient unseren Respekt. Unsere Mitarbeitenden haben sich trotz des erhöhten Ansteckungsrisikos sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich für pflegebedürftige Menschen eingesetzt. Nicht nur die Einhaltung der hygienischen Schutzmaßnahmen, sondern auch die Linderung von Ängsten und Sorgen der besonders gefährdeten Pflegebedürftigen hat von ihnen in dieser Situation besonders viel Kraft abverlangt", sagt Heidrun Kopp, Oberin und Theologischer Vorstand der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal.

Die Bundesregierung hat als Anerkennung für ihren Einsatz die einmalige Sonderzahlung von bis zu 1.000 Euro beschlossen. Noch in diesem August wird die sogenannte Corona-Prämie ausbezahlt, komplett steuer- und sozialabgabenbefreit. Erfreulicherweise hat das Land Baden-Württemberg die Prämie auf bis zu maximal 1.500 Euro aufgestockt. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Tätigkeitsfeld und -umfang und wurde für jeden einzelnen Mitarbeitenden individuell berechnet.

„Als Vorstand begrüßen wir die Entscheidung der Bundes- und Landesregierung sehr, die Leistungen unserer Mitarbeitenden auch finanziell anzuerkennen, bedauern es aber ausdrücklich, dass die Mitarbeitenden in der hauswirtschaftlichen Versorgung trotz mehrfacher Nachfragen und sämtlicher Interventionsversuche eine deutlich geringere Prämie erhalten. Auch unsere Schwestern und Brüder in den Krankenhäusern standen in den letzten Wochen und Monaten in den ersten Reihen. Sie gehen jetzt leer aus. Die Regierung hat die Versprechungen gegenüber der Krankenpflege gebrochen und lässt unsere Mitarbeitende in diesem Bereich im Regen stehen. Für eine Mitarbeiterin beispielsweise auf der Corona-Station ist es völlig unverständlich, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird", erklärt Kopp die Situation innerhalb der Diakonieschwesternschaft.

Die letzten Wochen und Monaten haben der Politik und der Gesellschaft gezeigt, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Pflege-Branche ist. „Mit vereinten Kräften setzen wir uns dafür ein, dass diese Anerkennung auch nach der Krise nicht vergessen wird, sondern dass es endlich zu den großen Veränderungen und Verbesserungen in der Altenhilfe, Krankenpflege und den ambulanten Diensten führt", bekräftigt Kopp.

Die Diakonieschwesternschaft unterstützt deshalb die Initiative Pro-Pflegereform, die sich seit 2016 für eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung einsetzt. Seitdem unterstützen über 120 Pflegeunternehmen und 60 Verbände und Organisationen die Initiative. Das Ziel: einen #NeustartPflege, damit gute Pflege wieder bezahlbar wird. Deshalb fordert die Initiative den Sockel-Spitze-Tausch: Die Pflegeversicherung übernimmt die Pflegekosten und berechnet dem Versicherten einen fixen begrenzten Eigenanteil. Nähere Informationen finden Sie unter: www.pro-pflegereform.de.


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